Szene

Plus 2,9%: Musik macht Kasse

Musik ist angesagt. Die Absatzzahlen steigen. Die deutsche Musikindustrie hat im ersten Halbjahr erneut zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Einnahmen aus den Verkäufen von CDs, Schallplatten, Downloads und aus der Nutzung von Streamingdiensten um insgesamt 2,9 Prozent gewachsen. Dies gab der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) bekannt. Insgesamt setzte die Branche im ersten Halbjahr 2017 rund 740 Millionen Euro um, gut 20 Millionen Euro mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Mit 44,7 Prozent Marktanteil bleibt die CD stärkstes Format, dahinter hat das Audio-Streaming seinen Umsatzanteil als inzwischen zweitgrößtes Segment weiter ausbauen können: 34,7 Prozent ihres Umsatzes haben die Tonträgerhersteller durch Erlöse aus Premium-Abonnements und werbefinanzierten Zugängen von beispielsweise Spotify, Deezer, Apple Music, Amazon Unlimited oder Napster generiert, das ist eine Steigerung um 10,3 Prozentpunkte. Downloads kommen auf einen Umsatzanteil von noch elf Prozent, Vinyl wächst weiter auf einen Marktanteil von fünf Prozent. Unter dem Strich werden 52,5 Prozent des Umsatzes noch mit physischen Tonträgern gemacht, während bereits 47,5 Prozent aus digitalen Musikverkäufen stammen. „Die Strategie der Branche, auf allen Nutzungswegen präsent zu sein, kommt bei den Fans klar an“, sagt BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke, „sie stellen sich aus dem umfassenden Angebot ihren ganz individuellen Nutzungsmix zusammen, von Vinyl bis zur Cloud. Das ist eine gute Nachricht.“