News-Ticker

Niedersachsen planlos: Erst durften ab 4. Juni alle Clubs wieder öffnen, jetzt folgt eine würgende neue Verordnung. Ab einer Inzidenz von 10 bleibt alles zu, darunter sind nur 50% Kapazität mit Maskenpflicht erlaubt. Die Branche tobt. Holger Bösch ("Index", Schüttorf) strebt ein Normenkontrollverfahren an. +++++ Auch zahlreiche Betriebe des Gastgewerbes sind Opfer der Hochwasserkatastrophe geworden. Die Berufsgenossenschaft BGN will schnell und unbürokratisch helfen. Infos bei medizinisch-technischen Fragen unter der Hotline 0621/4456-3517. +++++ Erst später stellte sich heraus, dass zwei Besucher des "Apollo" in Aachen infiziert waren. Die Behörde schickt nun rund 900 Personen, die mitgefeiert hatten, in Quarantäne. +++++ Die Überbrückungshilfe III Plus (ab Umsatzeinbruch von 30%) und die Neustarthilfe Plus können ab sofort beantragt werden. Neu ist die Restart-Präme für steigende Personalkosten. +++++ Noch bis zum 17. Oktober läuft die Ausstellung "Studio 54 Night Magic" im Dortmunder U. Vorgestellt werden zahlreiche Original-Accessoires und Fotos. +++++ Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kann den Unterschied zwischen Speise- und Schankwirtschaften nicht nachvollziehen. Die Schließung der Innenräume reiner Schankwirtschaften ist nun vorläufig außer Vollzug gesetzt. +++++

Szene

Studie untersucht Musikspielstätten

Ein Umsatzrückgang von 65 Prozent und ein Beschäftigungsrückgang um 75 Prozent kennzeichnet die Situation der Musikspielstätten in Deutschland. Das ergab eine Clubstudie, die die Initiative Musik im Oktober 2020 durchgeführt hatte. Wie die MusikWoche berichtete, wurden weitere Kennzahlen der Branche bekanntgegeben. 80 Prozent der befragten Spielstätten erwirtschafteten 2019 demnach Jahresumsätze bis 500.000 Euro. Der Jahresgewinn lag rechnerisch im Durchschnitt bei 30.000 Euro, die Umsatzrendite bei 4,1 Prozent. 40 Prozent der Betreiber gehen bald oder in Kürze in Rente, sodass die Suche nach Nachfolgern zum zentralen Thema wird. Größter Kostenfaktor sind laut Umfrage Künstlergagen mit knapp 24 Prozent, gefolgt von Personalkosten in Höhe von 21,7%. Bei den Einnahmen liegt die Gastronomie mit 48,9% vor dem Ticketverkauf mit 25,2%. Die öffentlichen Zuschüsse erreichten fast zehn Prozent.