News-Ticker

Für zahlreiche Vertriebsmarken von LMP werden Online-Trainings und Video-Tutorials angeboten. Mehr unter "www.lmp.de". +++++ 1,5 Mio. Euro nimmt Bacardi in die Hand, um westeuropäische Bars zu unterstützen. Dabei supportet Bacardi vor allem die Barkeeper. +++++ Der DEHOGA fordert von der Politik Nachbesserungen bei den geplanten Rettungsmaßnahmen. Im Fokus seien dabei Miet- und Pachtverhältnisse, Liquiditätshilfen und Engpässe bei der Antragsbearbeitung von Kurzarbeitergeld. +++++ Immer mehr Getränkehersteller stellen ihre Produktion auf Desinfektionsmittel um. Jägermeister und Henkell Freixenet etwa stellen je 50.000 Liter zur Verfügung, MBG spendet 10.000 l an soziale Einrichtungen. Auf die Gesundheit! +++++ Eine halbe Million Euro nimmt Diageo – namentlich über Johnnie Walker – in die Hand, um die deutsche Barbranche zu unterstützen. Das Maßnahmenpaket ist am 1. April gemeinsam mit der Clubstiftung Hamburg gestartet. +++++ Alles zu und dennoch top: Das britische DJ Mag gab jetzt die Top 100 Clubs der Welt bekannt. Nr. 1 ist erneut das "Green Valley" in Brasilien, "Bootshaus" (Köln) und "Berghain" (Berlin) stiegen um je zwei Plätze auf Rang sechs und acht. +++++ Ein Wirtschaftsstabilisierungsfond (WSF) soll auch kleinen Unternehmen und Solo-Selbstständigen zugute kommen. Ab April soll es Einmalzahlungen von 9.000 EUR (Firmen bis 5 Beschäftigte) sowie 15.000 EUR (bis 10 Beschäftigte) geben. +++++ Geänderte Messetermine: Prolight + Sound, Frankfurt/Main vom 13. bis 16. April 2021, Internorga, Hamburg vom 12. bis 16. März 2021, ProWein , Düsseldorf vom 21. bis 23. März 2021. +++++ Auch die Midem in Cannes wurde jetzt abgesagt. Neuer Termin: 1. bis 4. Juni 2021. +++++ Der Termin für die Club Convention 2020 steht: Am 20. Oktober soll der Mix aus Seminaren und Messe erneut im Osnabrücker "Alando Palais" über die Bühne gehen. +++++ Das für Anfang Mai geplante Fortbildungsseminar des BDT in Wien wurde abgesagt. +++++ Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) bietet auf Antrag eine zinslose Stundung der Beiträge an, und bei Zahlungsrückstand wird die Vollstreckung ausgesetzt. +++++

Szene

Absolutes Rauchverbot drängt Locations ins wirtschaftliche Abseits

Österreichs Nachtgastronomie qualmt – aber nur vor Wut. Am 1. November war das wohl schärfste Rauchverbot Europas eingeführt worden, das den Gastronomen keinerlei Ausnahmen gestattet. Selbst in Shisha-Bars darf nicht mehr geraucht werden, die Branche steht dort am Abgrund oder gar einen Schritt weiter. Auch die ersten Clubs streichen die Segel. In Oberösterreich zog nach 47 Jahren eine Discothek die Notbremse, die in der Gay-Szene bekannte „Wiener Freiheit“ in der Hauptstadt gab ebenfalls auf, und das „Go-In“ in Scharten westlich von Linz kündigte an, im Januar zuzusperren. Problem ist dabei nicht einmal, dass die Gäste unbedingt im Lokal rauchen wollen, sondern der Lärm und Dreck, der im Außenbereich entsteht. Darauf hatte im Vorfeld bereits eine Initiative aus Hunderten Gastronomen hingewiesen, die aus Gründen des Anrainerschutzes immer noch auf Ausnahmeregelungen hoffen. Deren Sprecher Stefan Ratzenberger hatte es mehrfach sogar in Talksendungen im Fernsehen geschafft, genutzt hat es bislang nichts. Insider berichten von Umsatzeinbußen von 25 Prozent seit dem Rauchverbot – in Shisha-Bars 95 Prozent – und rechnen mit weiteren Clubschließungen und einer Kündigungswelle im Winter. Ende November wurde zu einer großen Protestkundgebung am Weiner Ballhausplatz gerufen, rund 700 Gastronomen und Freunde kamen. Holger Pfister vom „Praterdome“ schrieb in einer stark frequentierten Whatsapp-Gruppe: „Wir geben uns nicht geschlagen und machen weiter Alarm für die Nachtgastronomie. Das war es noch lange nicht.“ Empört ist man vor allem darüber, dass abseits der Nachtgastronomie in Casinos und Hotels angeblich wohl doch Ausnahmen möglich sind.