Immer mehr Gastronomen nutzen die deutlichen Vorteile von Gläserspülmaschinen.
Denn Handspülen ist out – unhygienisch mit Ekelfaktor, personalintensiv und die Ursache für Glasbruch.
Dabei sorgen Gläserspülmaschinen nicht nur für saubere Gläser. Zusatzfunktionen werden immer wichtiger.
disco-magazin hat die Hersteller nach ihren Highlights gefragt.
Kurz das Bierglas ins lauwarme Wasser halten, mal eben an der Bürste vorbeischrammen, dann umgedreht auf den schon optisch wenig ansprechenden Ablauftisch stellen und im schlimmsten Fall noch mit dem Trockentuch abrubbeln und dabei unzählge Bakterien und Keime auftragen – Spülhygiene sieht heute anders aus.
Professionelle Gläserspülmaschinen werden in immer mehr Locations eingesetzt und bieten nur Vorteile. Schon nach wenigen Minuten ist das Spülgut optimal gereinigt. Der Verbrauch von Wasser- und Spülchemie ist minimal, Beschädigungen an den Gläsern sind äußerst selten. In der Regel können die sauberen Gläser sofort wieder eingesetzt wreden. Das spart Zeit und Personal – und steigert letztlich den Umsatz, weil pausenlos weiterhin ausgeschenkt werden kann.
Selbst schwierig zu reinigende Gläser wie große Weißbier-, Cocktail- oder fragile, bauchige Weingläser bleiben in speziellen Körben geschützt. Glasbruch wird zum Fremdwort. Selbst Kunststoffbecher, die in herkömmlichen Maschinen oft einfach umfallen und durch die Maschine gekegelt werden, lassen sich mit besonderen Spülkörben, die über einen Gitterdeckel verfügen, problemlos reinigen und sogar trocknen.
Wer mit gewerblichen Spülmaschinen arbeitet, kennt all die Vorteile genau und weiß, dass Sauberkeit beim Kauf inzwischen längst nicht mehr das einzige Kriterium ist. Die Ansprüche steigen, die Anbieter halten seit Jahren passende Lösungen parat.

Trockene Gläser und Cashback-Aktion
Hobart aus Offenburg weist hier auf die Trocknung der Gläser hin. „Eine Spülmaschine, die die Gläser nach dem Spülprozess auch direkt in der Maschine trocknet, ist die perfekte Lösung, um hygienisch einwandfreie und glänzend saubere Gläser zu bekommen“, teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. Ein Nachpolieren sei nicht mehr nötig. „Jeder Kontakt eines Glases mit Händen oder Tüchern (sofern es keine Einmaltücher sind), birgt ein Hygienerisiko“, erklärt Hobart, „denn Bakterien, die ja im Spülprozess komplett entfernt wurden, gelangen mit dem Poliertuch oder Handtuch wieder zurück auf das Glas.“
Mit der TOP-DRY-Trocknung wird die feuchte Luft nach Beendigung des Spülvorgangs mit einem hydro-thermischen Energiespeicher umgewandelt und als heiße Trocknungsluft zurück in die Waschkammer geleitet. Das Feature ist optimal für Clubs, Bars und enge Thekenbereiche geeignet, da beim Öffnen der Tür kein Dampf mehr austritt.
Essenziell für fleckenfreie Gläser ist zunächst die optimale Wasserqualität. Denn ist das Wasser zu hart, verbleiben beim Trocknen Mineralienrückstände auf dem Glas. Für beste Wasserqualität kann dann eine Osmoseanlage sorgen, die bei der „PREMAX GPC ROI“ von Hobart bereits integriert ist, ansonsten alternativ extern angebunden wird.
Wer der Maschine kalte Gläser entnehmen möchte, setzt auf Kaltklarspülung. „Dann sind die Gläser allerdings nass und nicht trocken“, sagt Yeliz Demircioglu vom Hobart Marketing, die auch auf die Sommer-Cashback-Aktion hinweist. Sie gilt für Kunden in Deutschland und Österreich und umfasst ausgewählte Untertisch- und Haubenspülmaschinen, die von 1. Juli bis 31. Oktober neu gekauft werden. Kunden winkt eine Prämie von 400 Euro für eine Untertisch- und 600 Euro für eine Haubenspülmaschine. Nach dem Kauf muss sich der Gastronom nur auf „www.hobart.de/cashback“ registrieren und bis spätestens 19. Dezember 2025 eine Kopie seiner Rechnung hochladen.


Einfach „Cool“ – keine Pause beim Geldverdienen
Der direkte Griff zu kühlen Gläsern, die sofort wieder befüllt werden können, ist auch für Winterhalter unproblematisch. Speziell für die Gläserspülmaschinen der „UC“-Serie gibt es deshalb die Kaltwassernachspülung „Cool“: Durch das Nachspülen mit kaltem Wasser werden die Gläser nach dem Spülgang heruntergekühlt und sind direkt einsetzbar. Kaltgetränke können so auch kalt serviert werden, der Bierschaum fällt im kalten Glas nicht in sich zusammen. Dass die kalten Gläser feucht aus der Maschine kommen, dürfte bekannt sein. Ziel der Kaltwassernachspülung ist ausschließlich die sofortige Weiterverwendung der Gläser. Zum Betriebsschluss wird dann einfach umgeschaltet und der Fokus auf die Trocknung gelegt, damit die Gläser über Nacht bis zum nächsten Einsatz trocken gelagert werden können. Nicht unwesentlicher Nebeneffekt: Der Gastronom spart unnötige Wartezeiten, und beim Öffnen der Maschine entweicht kaum noch feuchtwarmer Wasserdampf. Das dürfte besonders in den heißen Phasen hinterm Tresen das Personal erfreuen.

Direkt wieder einsetzbar: Durch die Kaltwassernachspülung
„Cool“ von Winterhalter landen kalte Getränke in kalten Gläsern.
Glänzende Gläser ohne Nachpolieren
Ähnlich sieht dies bei der „M-iClean U“ von Meiko aus. „Überall dort, wo im Minutentakt Gläser über die Tresen wandern, sind Effizienz, Hygiene und Geschwindigkeit gefragt“, sagt das Offenburger Unternehmen, „der Anspruch an moderne Spültechnik ist dabei klar: Sie muss empfindliches Spülgut schonend, hygienisch und ohne manuellen Aufwand reinigen und das möglichst platzsparend, zuverlässig und energieeffizient.“ Die „M-iClean U“ ist speziell für den Einsatz in Bars und gastronomischen Betrieben mit ihren besonderen Herausforderungen konzipiert: variable Glasformen, dünne Wandstärken, sensible Oberflächen und höchste Anforderungen an Hygiene und Optik. Kurze Programmlaufzeiten und konstante Spültemperaturen von über 60 Grad gewährleisten hierbei hygienische Sicherheit (HACCP-konform). Speziell angepasste Körbe schaffen optimalen Halt für jedes Spülgut, minimieren Glasbruch und stellen eine gleichmäßige Wasserverteilung sicher. Für streifenfreie, glänzende Gläser ohne manuelles Nachpolieren sorgt das optionale GiO-Modul zur Umkehrosmose. Es ermöglicht, die Gläser mit nahezu vollentsalztem Wasser zu spülen. Ein entscheidender Vorteil liegt auch in der optional integrierten Wärmerückgewinnung (ComfortAir). Sie reduziert den Dampfaustritt um bis zu 80 Prozent, verbessert das Raumklima spürbar und schont dabei sowohl das Personal und Mobiliar – perfekt für den Einsatz im Thekenbereich. Gleichzeitig verkürzt der vergrößerte Wärmerückgewinnungsbehälter den Spülgang um 30 Sekunden – und senkt die Betriebskosten um bis zu 21 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell. Das zugeführte kalte Frischwasser sorgt dafür, dass die Maschinenwände ideal abkühlen. Dadurch reduziert sich die Restfeuchte an den Gläsern um 75 Prozent, sodass diese direkt wieder verwendet werden können.

Der Plusfaktor: Die Meiko „M-iClean U“ mit GiO-Modul macht nachträgliches Abtrocknen und Polieren überflüssig.
Schnell weg mit den Obstresten
Neue Serie und Flaschenreinigung
Auch Colged aus Italien mit deutscher Dependance in Offenburg hatte in Hamburg Neues mit der „toptech 4.0“- und „Ultratech 4.0“-Serie gezeigt. Clou sind mehr Spülprogramme, eine bessere Effizienz und die Abwasserwärmerückgewinnung. Pro Spülgang werden bei den Durchschubgeräten nur 1,4 bzw. 1,3 Liter Wasser, bei den Untertischmaschinen 1,5 Liter benötigt. Praktisch ist auch der patentierte Korb „bottlemaster pro“. Die Speziallösung für die Flaschenreinigung bietet Platz für acht Flaschen, die umgedreht auf Halterungen platziert werden.
Text: Klaus Niester