Zum 25. Mal hat disco-magazin die Profis im Nightlife nach den Rennern in ihren Locations gefragt.
The winner is: Red Bull, zum zehnten Mal in Folge. Den zweiten Platz belegt 9 Mile Vodka vor den beiden
Tequilabieren Salitos und Desperados.
Der Erfolg von Red Bull im deutschen Nightlife ist beeindruckend. In den 25 Jahren, in denen disco-magazin die beliebte TOPDRINKS-Umfrage durchführt, stand der Energy-Marktführer 16 Mal an der Spitze, zehn Mal zuletzt in Folge. Deutschlands Nachtschwärmer schwören demnach auf den süßen Powerkick, der an Attraktivität nichts verloren hat.

Den zweiten Platz erobert 9 Mile Vodka aus dem Hause MBG, eine Marke, die immer wieder mit aufsehenerregenden Serving-Tools und anderen Vkf-Accessoires im Rampenlicht steht. Zwei Tequilabiere folgen. Salitos von MBG gelingt dabei wie letztes Jahr der Sprung aufs Treppchen. Dicht dahinter folgt mit Desperados der Begründer der szenigen Tequilabier-Kategorie, der inzwischen zur Heineken-
Gruppe gehört. Bier, so wird deutlich, kann nach wie vor auch jüngere Zielgruppen kitzeln, wenn es szenegerecht angeboten wird. Klassische Biere folgen daher im Ranking erst später. Auf den Plätzen finden sich Smirnoff Vodka, Coca-Cola und als Siebter Jack Daniel’s, der Lieblings-Whiskey an den Floors der Nation.

Dass der Umsatz auch immer etwas mit Verkaufsgeschick und Knowhow zu tun hat, beweisen die Antworten auf die Frage nach dem besten Außendienst Deutschlands. MBG liegt hier vor Red Bull und gewinnt die Kategorie zum dritten Mal in Folge für sich – dahinter kommen Jägermeister und Heineken.
Schon seit 2001 bittet disco-magazin die Branche, die Verkaufsschlager an den Theken der Republik zu nennen. Was früher händisch per Fragebogen ausgefüllt wurde, geschieht inzwischen fast ausschließlich digital über eine eigens freigeschaltete Website. Knapp hundert Teilnehmer werden alljährlich gezählt, die ihre Klicks auch in elf verschiedenen Getränkekategorien setzen.

Beim deutschen Bier gibt es diesmal eine echte Überraschung. Veltins springt erstmals aufs oberste Treppchen und verdrängt Beck’s und Warsteiner auf die Plätze. Unter den internationalen Marken verteidigt Heineken mit großem Abstand den ersten Rang vor Corona, das wiederum mit Abstand vor Gösser und Peroni liegt. Bei den Bier-
mischgetränken machen Salitos als Sieger und Desperados als dichter Verfolger das Rennen fast allein unter sich aus.

Umsatzstärkste Limonade ist seit vielen Jahren Coca-Cola, gefolgt von Fanta und fritz-kola. Interessant: Fanta liegt bei keinem Club auf dem ersten Platz und sammelte die Punkte mit zweiten Rängen. Pepsi-Cola findet sich als Vierter ein, gefolgt von Gerolsteiner. Beim Wasser landet die MBG-Marke Acqua Morelli an der Spitze, gefolgt von Vilsa und ViO, Selters, Gerolsteiner und Apollinaris mit äußerst knappen Punktabständen. Keine Änderungen zum Vorjahr gibt es beim Fruchtsaft. Granini belegt deutlich den ersten Platz vor Niehoffs-Vaihinger und Rauch.

Fast gleichauf sind bei den Schaumweinen in diesem Jahr Scavi & Ray als Sieger und Moët & Chandon als Vizemeister. Der Abstand zu Rotkäppchen und Freixenet auf den nächsten Plätzen ist recht groß.
Im Spirituosensektor hat es 2025 wenig Veränderungen gegeben. Beim Wodka behauptet 9 Mile den ersten Platz vor Absolut und Grey Goose. Smirnoff konnte als Vierter zu den Top 3 aufschließen, die Premiummarken Three Sixty und Belvedere folgen auf den Plätzen.
Ein Dauerabo auf den erfolgreichsten Whisk(e)y im Nightlife hat Jack Daniel’s. Der Tennessee Whiskey aus Lynchburg verteidigt seit 13 Jahren die Spitze vor Jim Beam. Danach platzieren sich mit großem Abstand Johnnie Walker und Jameson auf den weiteren Rängen.
Einen Wechsel gibt es dagegen beim Rum. Bacardi kehrt aufs oberste Treppchen zurück. Aber schon knapp dahinter kommt Havana Club. Das Duo teilt den Clubmarkt fast gänzlich unter sich auf. Einen statistisch auffallenden Anteil generiert noch Captain Morgan als Dritter.

Bleiben noch die im Nachtleben so beliebten Shots. An die Spitze zurückgekehrt ist Jägermeister. Der deutsche Kräuterlikör hat die Mitbewerber mit Schwung überholt – 2024 war die Marke Dritter – und hält sie nun auf Abstand. Ebenfalls auf dem Siegertreppchen stehen als Zweiter und Dritter fast gleichauf Ficken Liqueur und Berliner Luft. Weitere Getränkesegmente wurden in diesem Jahr nicht abgefragt.
Die höchsten Punktzahlen in ihren Segmenten erhielten in diesem Jahr Coca-Cola (Limonaden), Jack Daniel’s (Whisk(e)y), Heineken (Internationales Bier) und Bacardi (Rum). Stärkste Zweite sind in diesem Jahr Havana Club (Rum) und Desperados (Biermix). Die größte Markenvielfalt mit nur engen Abständen auf den ersten sechs Plätzen gibt es bei Wodka, deutschem Bier und Wasser.
Die Fragen nach den erfolgreichsten drei Marken und dem besten Außendienst waren ungestützt, mussten also ohne Vorgaben frei eingetragen werden. In den elf Kategorien wurden die erfolgreichsten Marken des letzten Jahres vorgegeben, eine Möglichkeit weitere Marken hinzuzufügen, bestand aber und wurde rege genutzt.
Zu gewinnen gab es für die Umfrageteilnehmer natürlich auch etwas. Der diesjährige Hauptpreis, 60.000 zertifizierte schwarze Jumbo Mehrweg-Trinkhandel von MK Handel, geht an den Tanztempel „Discoplex A8“ in Saarbrücken. Den Fragebogen hatte Stefanie Mayer, neben Wolfgang Traxel und seinem Sohn Marc Zaffino Geschäftsführerin der Discothek, ausgefüllt.
Text: Klaus Niester
