leat con, Hamburg: Hub mal fünf
Das Format ist immer noch erfrischend jung und damit lernfähig und flexibel. Wer die leat con seit ihrem Start 2022 verfolgt hat, dürfte ins Staunen und Schwärmen geraten sein. Seit dem Ende der Prolight + Sound hat die Fachmesse nochmals kräftig an Fahrt aufgenommen. Drei Messehallen stehen in Hamburg vom 6. bis 8. Oktober zur Verfügung.

Für Transparenz und klare Ansagen ist die leat con – Live Entertainment and Technology – seit ihrer Gründung nach der Corona-Pandemie bekannt. Die neue Auflage in der Messe Hamburg vom 6. bis 8. Oktober steht unter einem neuen Stern, der kraftvoller denn je den Weg in die Zukunft weist. Der Event, der als Networking-Plattform von Beginn an Aussteller und Fachbesucher verzückt hat, hat nach dem suizidären Aus der Prolight + Sound die Führungsrolle im wohl wichtigsten Markt Europas übernommen.

Das neue Must-Go für die technikaffine Branche: Die leatcon hat sich nach dem Aus der Prolight + Sound mehr als verdoppelt.

Die Segel sind gesetzt, in Hamburg wird Geschichte geschrieben. Erst eine Messehalle, letztes Jahr zwei und dieses Jahr drei zeugen von der spektakulären Entwicklung des Formats, das nicht nur die gesamte Eventbranche unter einem Dach vereint. Damit Fragezeichen erst gar nicht aufkommen, hat das rührige Team der Ebner Media Group, die hinter der leat con steht, die zukunftweisenden Themenfelder strukturiert und in fünf Hubs aufgeteilt: Live Tech, Install, Stage Tech, Broadcast und Communicate. Da weiß dann jeder, wo er hingehen muss. Die Veranstalter selbst aber wissen genau: „Die stärksten Erlebnisse entstehen im Zusammenspiel der Gewerke.“

Immer ein paar Stühle frei: Für Gespräche findet sich in den drei Hallen immer ein Plätzchen.

Was ist das Geheimnis des Erfolgs? Die einfachste Antwort könnte lauten: Die Macher schauen hin, hören zu und machen. Die bisherigen Veranstaltungen haben deutlich gezeigt: Die Organisation arbeitet lösungsorientiert und nimmt Kritik und Anregungen der Aussteller ernst. Wer tiefer blickt, erkennt: Kommunikation und Networking sind das A und O der leat con. Keine Materialschlachten an riesigen Ständen, die gerade für Anbieter aus der Veranstaltungstechnik kaum mehr finanzierbar sind, sondern kommunikative Inseln und Zonen für maximalen Austausch. Gerade kleinere Unternehmen honorieren das und unterstützen von Beginn an das innovative Konzept. Natürlich verlangt der Erfolg, Zugeständnisse zu machen. Die Zeit der gleichgroßen Stände ist längst vorüber, aber immerhin sind Bauten in luftige Höhen nach wie vor untersagt.

Die Zahlen klingen allesamt überzeugend: drei Hallen, fünf Hubs, sieben Bühnen und über hundert Speaker machen deutlich: Der Fachbesucher kann und muss auswählen, wo seine Prioritäten liegen, sonst wird er sich verzetteln. Als führende Konferenz für Event-Talente, die die Zukunft der Live-Kommunikation im KI-Zeitalter aktiv mitgestalten wollen, trumpft der Neo Summit in der Halle A2 auf. Die KI-Konferenz für Event-Professionals belegt fünf Themenfelder, die auf verschiedenen Stages beleuchtet werden. Künstliche Intelligenz verändert auch die Eventbranche. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, welche Tools verfügbar sind, sondern wie Unternehmen, Agenturen und Eventteams KI sinnvoll in ihre Prozesse, Strategien und Arbeitsweisen integrieren. Tickets gibt es unter „www.leatcon.com/neo-summit/tickets/“.

Fachlicher Austausch in angenehmem Ambiente: Die leat con profiliert sich seit der Gründung als Networking-Plattform.

Auch der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT) drückt der Messe seinen Stempel auf: Sieben Workshops zu packenden Branchenthemen stehen auf dem Programm (siehe Kasten). VPLT-Geschäftsführerin Linda Residovic kommentiert den Wandel im Messemarkt so: „Mit der Prolight + Sound hatten wir die Leitmesse für Event- und Entertainment-Technologie drei Jahrzehnte immer im Herzen von Europa und die ganze Welt der Medien- und Veranstaltungstechnik direkt vor unserer Haustür. Wir stehen noch immer vor der Frage, wie wir künftig unsere Community auf eine ähnliche Weise versammeln. Wir brauchen auch weiterhin einen Raum für reale Begegnungen, der Nähe und Emotionen zulässt, an einem zentralen Treffpunkt, der weiter Sichtbarkeit für unsere Branche schafft. Diese neue Situation ist für den VPLT und unsere Branche eine große
Herausforderung.“

Was der Sprung der leat con an die Spitze der deutschen Messelandschaft bedeutet, wird sich zeigen. Hoffnung spielt nach dem Aus der Prolight + Sound eine große Rolle, die Hoffnung, dass die leat con ihrer neuen Führungsrolle gerecht wird, ohne dabei ihren ganz eigenen Charakter, der für eigentlich alle Aussteller wichtig ist, zu verlieren. Bei einer nicht-repräsentativen Aussteller-Umfrage von disco-magazin gaben dies fast alle Unternehmen an und glauben, dass die leat con sich zum neuen Treffpunkt der Branche entwickeln wird. Der Herbsttermin scheint zu gefallen, da sind sich fast alle einig.

Breites Spektrum: Der neo summit beleuchtet in diesem Jahr die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Eventmanagement, Marketing, Kreativität, Leadership und Geschäftsmodelle.

Was hat die leat con mit Club & Disco zu tun?

Die musikorientierte Nachtgastronomie definiert sich nicht nur über die gespielte Musik, sondern auch über die verwendete Veranstaltungstechnik, durch die sie sich von anderen Locations absetzt. Wer Festivals als Konkurrenz betitelt, muss auch begreifen, dass die licht- und soundtechnische Aufrüstung Auswirkungen auf das Nightlife haben wird. Ansprüche der Gäste steigen, Shows schaffen Erlebnisse. Vor allem Betriebe, die sich auch als Eventlocation verstehen, müssen sich für erfolgreiche Vermietungskonzepte hochwertiger aufstellen, als es bisher der Fall war. Die leat con als zentraler Anlaufpunkt in Deutschland gibt hier einen optimalen Überblick über den Status-quo und sorgt für Impulse, die Kaufentscheidungen beeinflussen können und müssen.

Tickets für die unterschiedlichen Messepässe gibt es im Internet unter www.leatcon.com/tickets/ – disco-magazin-Leser erhalten mit dem Code disco15 genau 15 Prozent Rabatt auf den 1-Day-Floor-Pass. Mehr unter www.leatcon.com.

Text: Klaus Niester

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