News-Ticker

Gastronom gewinnt gegen Versicherung. Der Wirt des Münchener Augustinerkellers hatte eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen und geklagt, weil die VKB nicht zahlen wollte. Jetzt hat er Recht bekommen. Die Versicherung soll 1,014 Mio. Euro auszahlen, geht aber wohl in die Revision. +++++ Sachsen-Anhalt erlaubt ab 1. November den Betrieb von Clubs und Discotheken. Die Auflagen sind jedoch gewaltig: 60% maximale Auslastung, Tanzen ohne Abstand nur in 10er-Gruppen. Viele Betreiber wollen ihre Clubs daher geschlossen halten. +++++ Distant Dancefloors – so heißt eine Doku von Pioneer DJ über die globalen Auswirkungen von Covid-19 auf die elektronische Musikszene. Berührend, schockierend, echt und dann doch mit einem Hoffnungsschimmer. Zu finden auf "www.youtube.com". +++++ Der Termin für die Club Convention 2020 steht: Am 20. Oktober soll der Mix aus Seminaren und Kommunkation mit Industriebeteiligung erneut im Osnabrücker "Alando Palais" über die Bühne gehen. +++++

Szene

Ausgehen bleibt im Trend

Gute Nachrichten für Gastronomen: Millennials geben ihr Geld immer noch am liebsten beim Ausgehen aus. Zu diesem Ergebnis kam die jährliche Ausgeh-Umfrage „going out 2018“ von Red Bull und Millennial Worx. „Hygge und Cocooning sind Trend, Ausgehen bleibt aber die oberste Priorität junger Erwachsener“, so Kai Brökelmeier, Geschäftsführer von Brandfit, dem Unternehmen hinter dem Publisher Millennial Worx. Ein Drittel der 1755 Befragten zwischen 18 und 35 Jahren gab an, ein Mal pro Woche auszugehen. Weitere 33 Prozent zwei Mal wöchentlich. Jeder Zehnte verlässt sogar an drei Tagen in der Woche die heimische Couch, im Vorjahr waren es nur vier Prozent. Millennials haben zudem Lust, beim Ausgehen Geld auszugeben. Für 37 Prozent hat der Clubbesuch bei der Verteilung des monatlichen Freizeitbudgets die höchste Priorität. Neue Kleidung (31 Prozent) und kostenpflichtige Streamingangebote (13 Prozent) landen auf Platz zwei und drei. Jeder Zweite ist auch bereit, beim Ausgehen tiefer in die Tasche zu greifen: 27 Prozent der Umfrageteilnehmer (33 Prozent im Vorjahr) geben pro Abend bis zu 50 Euro (ohne Eintritt) aus. Weitere 27 Prozent (wie 2017) zahlen bis zu 30 Euro pro Nacht. 14 Prozent lassen sich einen Abend sogar über 50 Euro kosten. Knapp die Hälfte der Befragten feiert bevorzugt mit vier oder mehr Personen. Freunde sind ebenfalls für mehr als die Hälfte (51 Prozent) der größte Einflussfaktor, ein neues Getränk zu testen. 34 Prozent fühlen sich durch Gratis-Verkostungen animiert, sichtbar platzierte Produkte im Barregal verleiten zwölf Prozent, von ihrem Standardgetränk abzuweichen. Kai Brökelmeier: „Gerade im Getränkebereich haben Gastronomen großes Potenzial, ihre Gäste mit Neuem zu überraschen.“ Auch im Zeitalter von Dating-Apps bleiben Clubs, Bars und Cafés als Flirt-Location wichtig und ergänzen sich mit den digitalen Kanälen: Die erste Verabredung mit dem Online-Date findet für jeden Zweiten in der Gastronomie statt. “