Allen Grund zum Jubeln hat die Brauerei C. & A. Veltins. Bei der Halbjahrespressekonferenz im sauerländischen Schmallenberg-Oberkirchen verkündete Dr. Volker Kuhl (Mitte), Sprecher der Geschäftsführung, ein echtes Plus beim Ausstoß. Um 1,3 Prozent auf 1.806.200 hl legte die Brauerei zu. Der Gesamtmarkt verlor über drei Prozent. Wetter und WM sollen dabei keine großen Hilfen gewesen sein. „Es sind herausfordernde Zeiten“, so Dr. Kuhl, aber Sie sehen uns heute in guter Stimmung.“ Und Pressesprecher Ulrich Biene ergänzte: „Der Biermarkt ist in Bewegung wie nie zuvor.“ Da gilt es, richtige Entscheidungen zu treffen und Neuprodukte im passenden Moment auf den Markt zu bringen. Veltins gelingt das, während der Gesamtbiermarkt allein in den ersten fünf Monaten 2026 rund 1,25 Mio. Hektoliter verlor. „Veltins setzt den Wachstumskurs weiter fort“, freut sich auch Rainer Emig (l.), Geschäftsführer Vertrieb und nennt das Erfolgsprodukt Helles Pülleken mit einem Plus von 10,8% auf 203.800 hl „den absoluten Überflieger“. Auch Helles Lager legt mit 5,2% auf 27.300 hl zu. Im Plus auch die Fassbrausen mit 5,0%. Alkoholfreies gewinnt zweistellig. Die Biermix-Sparte V+ verliert dagegen um 2,7% auf 165.700 hl. Obwohl die Kernmarke Veltins um 4,3% nachgibt, bildet sie nach wie vor deutlich das wirtschaftliche Fundament. Bestens eingeschlagen hat zudem der Zukauf von Karamalz, das direkt 64.500 hl beisteuert. Fabian Veltins (r.), Geschäftsführer Marketing, sieht den Erfolg in der Firmenphilosophie begründet. „Wir investieren kontinuierlich in unsere Marken“, sagt er und weist auf Authentizität statt digitaler Scheinwelt hin – die Kernbotschaft auch im aktuellen TV-Spot. Angst und bange kann der gesamten Branche aber durch die Einführung einer Zuckersteuer und eines Werbeverbots werden. Vor allem Mittelständler würden dadurch noch stärker unter Druck geraten. Das Brauereisterben, so Dr. Kuhl, werde die Marktstruktur verändern. „Entscheidend bleibt, betont Rainer Emig, „dass wir unseren Weg konsequent fortsetzen, nah am Verbraucher bleiben und unsere Innovationskraft mit der Verlässlichkeit eines Familienunternehmens verbinden.“ Ob weitere Markenzukäufe geplant sind, scheint wahrscheinlich, bleibt aber derzeit noch Spekulation.
