News-Ticker

Die Prolight + Sound findet auch in diesem Jahr nicht statt. Das teilt die Messe Frankfurt mit. Nächster Termin ist vom 26. bis 29. April 2022. +++++ Nach kurzer Krankheit ist Wolfgang Nöth im Alter von 77 Jahren verstorben. Die Presse nannte ihn den Hallen-König. Projekte wie der "Alte Flughafen Riem", der "Kunstpark Ost" und die "Optimolwerke" haben ihn unsterblich gemacht. +++++ Gerd Schüler, Gründer des legendären "Dorian Gray" im Frankfurter Flughafen, hat angekündigt, 2021 ein Buch über den einzigartigen Club herausbringen zu wollen. +++++ Keine Panik. Wer die Beihilfegrenze von einer Mio. Euro nicht überschreitet, erhält die November- und Dezemberhilfe in voller Höhe, also 75% des förderfähigen Umsatzes. Darauf weist der DEHOGA hin. +++++ David Guetta wurde vom britischen DJ Mag zum besten DJ der Welt gekürt. Die Award-Show fand coronabedingt digital statt. +++++ Die Lichttechnikfirma SGM würdigt die Arbeit von Tom Koperek und der "Alarmstufe Rot" mit einer Spende. Die Initiative habe der Branche Gehör in der Politik verschafft, was letztlich zu finanziellen Hilfen geführt habe. Thorsten Sattler, einer der beiden SGM-Chefs, nennt Koperek "Man of the Year". +++++

Szene

Gerichte bestätigen Discoschließungen

Irgendwann wurde es Holger Bösch (rechts) zu bunt. Der Inhaber des „Index“ in Schüttorf stellte vor dem Oberverwaltungsgericht Niedersachsen in Lüneburg einen Antrag auf einstweilige Außervollzugsetzung der Schließung von Clubs und Discotheken. Die Richter hatten jedoch kein Einsehen. Zum einen seien Veranstaltungen ab 1000 Personen sowieso nicht erlaubt, sodass sich kein rechtlicher Vorteil ergebe, zum anderen sei die Schließung eine notwendige Schutzmaßnahme, die auch das konkrete Hygienekonzept des „Index“ nicht verändere, zumal ein Abstandhalten nicht kontrollierbar sei. Ebenso sei ein Vergleich mit erlaubten Outdoor-Events nicht möglich. Auch in NRW wurde geklagt. Eine Kölner Discothek war mit der Auffassung, eine fortdauernde Anordnung der Betriebsschließung sei ohne finanziellen Ausgleich rechtswidrig, vor das OVG in Münster gezogen und hatte ebenfalls Schiffbruch erlitten. Die Richter unterstützten in einem Eilbeschluss (08.07.2020 – 13 B 870/20.NE) die Ansicht des Landes, dass ein erhöhtes Infektionsrisiko in Clubs bestehe und Abstandsregelungen und Maskenpflicht unrealistisch seien. So werde das Risiko einer Verbreitung des Virus durch Tröpfcheninfektionen und potenziell virushaltige Aerosole durch den Umstand begünstigt, dass in den Locations regelmäßig wechselnde Gäste, in üblicherweise schlecht belüfteten Räumen und zumeist über eine nicht unerhebliche Verweildauer, dicht gedrängt beieinander stünden, säßen oder tanzten. Ebenso erging es dem Münchener „Harry Klein“ mit einer Klage vor dem Bayrischen Verwaltungsgerichtshof. Die Infektionsgefahren seien halt höher als in anderen Bereichen. Dabei war es David Süß, dem Betreiber des Clubs, gerade darum gegangen, Auswege jenseits des üblichen Clubbetriebs zu finden.