Zum Jahreswechsel soll der Mindestlohn in Deutschland um 8,4 Prozent auf 13,90 Euro steigen, ein Jahr später folgt die nächste Erhöhung um weitere 5,0 Prozent auf 14,60 Euro. Die heiß diskutierten 15 Euro sind damit zwar vom Tisch. Auf die Arbeitgeber vor allem auch in der Gastronomie kommen dennoch heftige Personalkostensteigerungen zu. „Acht gültige regionale Tarifverträge werden so bereits im Jahr 2026 überholt und teilweise außer Kraft gesetzt“, sagt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick, „das gesamte tarifliche Lohngefüge wird dadurch beeinflusst – ein Eingriff in die Tarifautonomie.“ Bereits seit 2022 sind die Arbeitskosten im Gastgewerbe um 34,4 Prozent gestiegen. 2024 war in der Branche das fünfte Jahr in Folge mit realen Umsatzverlusten – minus 13,0 Prozent gegenüber 2019. Auch der Start ins neue Jahr verlief schwach. „Sinkende Umsätze bei zugleich heftig steigenden Kosten – die wirtschaftliche Belastungsgrenze für die Betriebe ist vielerorts erreicht, sie stehen mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Zöllick und macht deutlich: „Umso wichtiger ist, dass die im Koalitionsvertrag und im Sofortprogramm der Regierung vereinbarten Entlastungen, insbesondere die 7% Mehrwertsteuer auf Essen, jetzt schnell gesetzlich umgesetzt werden.“