Welche Gläserspülmaschine passt zu welchem Konzept? Die blitzblanke Wahl.

Moderne Gastronomie kommt an professionellen Spülmaschinen nicht mehr vorbei. Welche Modelle
passen aber zu Discotheken und Clubs? Sind Untertischgeräte an jeder Theke, Haubenspülmaschinen
oder Bandmaschinen die beste Wahl?

Die Gastronomie wächst mit den Anforderungen. Das gilt auch fürs Nightlife. Unterschiedliche Gläser müssen beim Spülen unterschiedlich behandelt werden. Glasbruch mindert den Gewinn. Das Personal sollte die Arbeitszeit besser für den Verkauf von Getränken als für die Reinigung von Gläsern widmen. Und dann ist da noch die Energie, die aufgrund steigender Kosten eingespart werden sollte.

Was aber braucht eine Discothek? Die Antwort ist leicht: Es hängt von der Größe, der Personenzahl und der Art des Spülguts ab – letztlich auch vom Konzept. Immer mehr Locations springen in letzter Zeit auf den vielleicht rettenden Zug mit Ziel Eventlocation – wir nennen das „Disco plus“ – auf. Statt nur samstags zur Party zu rufen, wollen sie auch wochentags die Räume bespielen. Kleinkunst, Konzerte, Comedians, aber auch Privat- und Firmenfeiern, Seminare und Workshops. Die Disco kann das. Licht, Ton und Mikrofone sind vorhanden und gelernt. Nichts ist peinlicher, als wenn mitten in einem Event der Ton ausfällt oder es unerkennbar rauscht. Auch gastronomisch muss sich der Nachtprofi nichts vormachen lassen. Damit macht er schließlich schon immer seinen Umsatz.

Doch die Anforderungen steigen, wenn Räume vermietet werden sollen. Nicht nur Firmenchefs, auch private Interessenten schauen mit ganz anderen Augen als nächtliche Gäste auf den Zustand der Räume, auf Sauberkeit und Getränkeauswahl. Wer erfolgreich sein will, muss einiges bieten. Am Tresen wird Markenware verlangt, Sitzmöbel müssen attraktiv und nicht zerschlissen sein. Auf dem Fußboden dürfen die Schuhe vor lauter Kaugummis nicht festkleben. Wehe dem, der dem Kunden ein Glas Bier anbietet, auf dessen Grund ein altes Bonbon schlummert oder am vermeintlich frischen Sektglas der Lippenstift der Sekretärin wiedererkannt wird. Abhilfe schafft hier professionelle Reinigung, und dafür braucht man Spülmaschinen.

Wo sollte die Gläserspülmaschine stehen?

Beliebt ist der Einbau von Untertischgeräten hinter der Theke. Dort hat das Personal direkten Zugriff zu den Gläsern und kann die Körbe bedarfsgerecht bestücken. Hat der Club mehrere Theken, die unter Umständen weit auseinanderliegen, muss der Gastronom überlegen, ob er jede Bar mit einer eigenen Maschine ausstattet oder abseits des Gastbereichs eine zentrale Spülsituation schafft, von wo aus die einzelnen Tresen mit frischen Gläsern bestückt werden.

Welche Lösung ist die beste?

Vor der Investition sollte sich der Gastronom einige Frage stellen. Winterhalter leistet hier praktische Hilfestellung. Verena Rist schlägt folgende Fragen vor: „Gibt es mehrere Ausschanktheken, und wie sind die Wege dazwischen organisiert? Ist direkt an der Theke ausreichend Platz für Maschine, Chemie, Körbe und Stellflächen? Wie sieht die grundsätzliche Logistik aus, also der Gläserkreislauf, die Laufwege, die Spitzenlasten und die Personalbesetzung? Und vor allem: Möchte der Betreiber an der Theke spülen, um Gläser schnell verfügbar zu haben und Laufwege zu reduzieren? Oder lieber zentral, um Prozesse zu bündeln, die Geräuschkulisse an der Theke zu senken und Gast- von Backoffice-Bereichen klar zu trennen? Aus unserer Praxis gilt: Thekenmaschinen spielen ihre Stärken aus, wenn viele, getrennte Bars mit kurzen Taktzeiten versorgt werden müssen; zentrales Spülen überzeugt, wenn der Thekenplatz knapp ist, hohe Geräuschempfindlichkeit besteht und ein effizienter Gläserkreislauf gewährleistet ist. Häufig ist ein hybrides Konzept die beste Lösung: thekennahe Maschine(n) für Spitzenzeiten und ein zentrales Backup für Volumen und Nachbereitung.“ Anna Emmenecker von Meiko unterstreicht: „Entscheidend für die Wahl der passenden Spültechnik sind die Gästezahl, die Veranstaltungsfrequenz und die Frage, wie schnell die Gläser wieder verfügbar sein müssen.“
Gefahr gebannt: Große bauchige Spritzgläser gehen in passenden Profi maschinen wie hier mit der Meiko „M-iClean U“ eher selten beim Spülen kaputt.

Was sind Untertischspülmaschinen?

Die meist kleinen, kompakten Geräte passen hinter der Theke unter den Tresen zwischen Kühlschubladen und andere Möbel und schaffen kurze Wege für die Mitarbeiter, was sich bei einer schnellen Wiederverfügbarkeit der Gläser positiv auswirkt. Die Körbe müssen hinter dem jeweiligen Tresen vom Barpersonal gefüllt werden, die Spülzeiten betragen meist wenige Minuten. Problem kann der enge Platz hinter der Bar sein, auch die heiße Wasserdampfwolke, die bei Standardmodellen beim Öffnen der Tür entweicht, sorgt für Unmut. Wer über Ablagemöglchkeiten verfügt, kann mit verschiedenen Körben arbeiten, die für ein bestimmte Spülgut konzipiert sind (Krüge, Spritzgläser, Kunststoffgebinde und sogar Flaschen).

Wofür sind Haubenmaschinen gedacht?

Bei größerem Spülaufkommen bieten sich Haubenmaschinen an, die allein schon aufgrund benötigter Flächen für die Körbe, die auf die Reinigung warten und solche, die danach noch trocknen müssen, entstehen. Haubengeräte haben im Gastbereich nichts zu suchen. Sie werden eingesetzt, wenn das Spülen zentralisiert im Backoffice stattfindet. Vorteil ist die höhere Leistung und das rückenschonende, ergonomische Arbeiten fürs Personal, da man sich beim Ein- und Ausräumen nicht bücken muss. Verena Rist von Winterhalter empfiehlt: „Die Trennung zwischen Gläsern und dem übrigen Geschirr ist wichtig, um ein perfektes Spülergebnis auch bei den Gläsern zu garantieren.“ Beim Bestücken der Körbe sollte darauf Rücksicht genommen werden. Der Durchlauf liegt beim Beispiel Winterhalter bei 45 Körben pro Stunde. „In den meisten Eventlocations reicht diese Kapazität aus“, so Rist. Das sieht man auch bei Meiko so. „Für viele Eventlocations ist eine Haubenspülmaschine … die ideale Lösung“, erklärt Anna Emmenecker, „sie rentiert sich, wenn regelmäßig größere Gläsermengen anfallen und die Kapazität einer Untertischmaschine nicht mehr ausreicht.“ Damit könnten auch Energie und Betriebskosten gesenkt werden.
Wenn das Spülaufkommen größer wird: Haubenmaschinen – auf dem Foto eine Winterhalter Lösung – sind ergonomisch gebaut und schaffen Dutzende Körbe pro Stunde.

Für wen eignen sich Bandtransportmaschinen?

Wer öfter Großveranstaltungen ausrichtet oder mehrere Events gleichzeitig im Haus hat, trifft mit der Bandmaschine die richtige wirtschaftliche Entscheidung. Denn erst dann lohnt sich die höhere Investition, die dazu nötig ist. Auch diese Geräte werden in einem Raum – Achtung: großer Platzbedarf – abseits der Gäste eingesetzt, was – wie bei der Haube – dazu führt, dass „Lärm, Wärme und Arbeitsaufwand an den Theken reduziert werden“, sagt Anna Emmenecker von Meiko. Wird die Discothek zur gutlaufenden Eventlocation, rentiert sich auch das Band. „Wenn Sie häufig Caterings mit mehreren hundert Gästen haben oder Serienveranstaltungen mit sehr engem Takt, kann eine Korbtransportmaschine … wirtschaftlich werden“, ist Andreas Bördlein von Colged überzeugt. Es ist folglich eine Frage von Zeit und Frequenz. Philipp Tschopp, Market Manager bei Hobart, gibt zu verstehen: „Bandspülmaschinen oder Korbtransportmaschinen sind für kontinuierliche, sehr hohe Spülaufkommen in Großbetrieben ausgelegt.“

Text: Klaus Niester

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